DIE BIOGRAFISCHEN STATIONEN

Düsseldorf – Worpswede – Berlin – Moskau

Dies sind neben den Reisen nach Ceylon (1906) und England (1909) die wesentlichen Lebens- und Wirkungsstätten Heinrich Vogelers. Geboren am 12.12.1872 in Bremen, gehört er nach dem Studium an der Düsseldorfer Kunstakademie (1890 ff.) als vielfältigster Jugendstilkünstler ab 1894 zur Worpsweder Künstlerkolonie. Ausgelöst durch seine Erfahrungen im 1. Weltkrieg wird er 1918 zum Pazifisten. Sein Barkenhoff-Gebäude wird vom persönlichen Gesamtkunstwerk zur Arbeitsschule und Siedlungskolonie, danach Kinderheim der Roten Hilfe.

Als jetzt revolutionärer Künstler führen ihn in den 20er Jahren zahlreichen Reisen in die Sowjetunion, er wird Mitglied der KPD. 1927 zieht er nach Berlin in die Hufeisen-Reformsiedlung Britz von Bruno Taut. 1931 Übersiedlung nach Moskau. Als die deutschen Truppen vor Moskau stehen, erfolgt 1941 die Zwangsumsiedlung nach Kasachstan. Dort stirbt Heinrich Vogeler verarmt am 14. Juni 1942 in Kornejewka bei Karaganda.